Die Nordracher Moospfaff-Sage

 

Der mächtige Gebirgsstock der Moos scheidet Rench-und Kinzigtal, sein ausgedehntes Waldgebiet umfasst einige tausend Morgen, und man braucht viele Stunden, sogar ganze Tage, wenn man es nach allen Seiten durchwandern will.

 

In diesen riesigen Tannenwäldern haust ein Waldgeist,

der unter dem Namen "Moospfaff" bekannt ist.

 

Ein Abt des Kloster Gengenbach war einst vor das Waldgericht geladen denn es sollte vor Ort über Nutzungsrechte und Waldgrenzen verhandelt werden.

Diesmal ging es um ein besonders schönes Stück Wald,

das der Abt unbedingt für seine Kirche haben wollte.

Vor dem Gerichtstermin hatte dieser seine Stiefel mit Gengenbacher Erde aus dem Klostergarten gefüllt und legte folgenden Eid ab:

 

"Ich schwöre vor Gott dem Allwissenden, dass ich auf Grund und Boden des Gengenbacher Klosters stehe."

 

Das Gericht sprach darauf dem Gengenbacher Kloster das umstrittende Waldstück zu und Nordrach verlor dadurch den Wald.

 

Der Abt jedoch war nach seinem Tode dazu verdammt, als ruheloser Geist auf der Moos umherzugehen.

Bis heute noch, kann man sein hämisches Lachen hören wenn er nächtliche Wanderer in die Irre führt.